Nicht nur bei kalter Jahreszeit: Was tun bei kalten Füßen?

Die kältere Jahreszeit, die in den kommenden Wochen unweigerlich beginnt, ist auch die Zeit der Wärmflaschen. Diese sind besonders bei Frauen beliebt, bei Männern eher weniger. Warum das so ist?

Kalte Füße bereiten Männern meist weniger Probleme als Frauen, weil sie wegen ihres größeren Muskelanteils nicht so leicht frieren. Muskeln erzeugen nämlich bei ihrer Arbeit Wärme.
Frauen verfügen hingegen normalerweise über weniger Muskelmasse, was zur Folge hat, dass ihr Körper ihnen auch weniger Wärme zur Verfügung stellt.

Wenn kalte Füße nicht normal sind

Sind häufig eiskalte Füße also – für Frauen mehr, für Männer weniger – normal? Nicht unbedingt, warnen Mediziner. Denn hinter den „Eisklumpen“ kann sich auch eine richtige Erkrankung verbergen: So ist zu niederer Blutdruck oft für eine schlechtere Blutzufuhr in den Extremitäten, also Armen und Beinen mit Händen und Füßen, verantwortlich. Gleiches gilt für die Arteriosklerose, die Gefäßverkalkung, die eine ausreichende Blutzirkulation behindern kann. Dieses Risiko ist insbesondere bei Rauchern hoch. Schlechte Cholesterinwerte spielen als mögliche Ursache arterieller Verengungen ebenfalls eine wichtige Rolle. Und nicht zu vergessen: Diabetes als ein weiterer möglicher Verursacher von Gefäßschäden. Darüber hinaus können aber auch Stress, seelische Verstimmungen und gereizte Nerven kalte Füße hervorrufen.

Schutzfunktion Wärme

Die natürlichen Gründe für kalte Füße auch bei Männern sind tiefe Temperaturen. Darauf reagiert der menschliche Körper mit einer Schutzfunktion: Er schirmt die lebenswichtigen Organe in der Körpermitte und das Gehirn vor der Kälte ab, indem diese Bereiche vordringlich mit Blut – und damit Wärme – versorgt werden. Derweil geht die Blutzufuhr in die Gliedmaßen entsprechend zurück. Weniger Blut in Händen und Füßen wiederum bedeutet, dass wir dort schneller frieren. Hauptsache die wichtigen Organe sind vor der Kälte geschützt. Außerdem kann falsche Bekleidung ein Auskühlen von Händen und Füßen begünstigen. Auch Schweißfüße können eine höhere Kälteempfindlichkeit in den unteren Gliedmaßen bedingen.

Wirksame Gegenmaßnahmen

Als erste und einfache Gegenmaßnahme empfehlen sich dicke Strümpfe, die jedoch nicht zu eng sitzen sollten, um die Blutzirkulation nicht zu behindern. Außerdem darf das Schuhwerk nicht zu dünn und muss ausreichend bequem sein, ebenfalls unter dem Aspekt, das Blut ungestört zirkulieren zu lassen. Um den Blutkreislauf in den Füßen auf Trab zu halten beziehungsweise zu bringen, bieten sich ferner Fußgymnastik, Massagen und warme Fußbäder mit einer Temperatur zwischen 35 und 40 Grad Celsius an. Vordringliches Ziel aller Maßnahmen gegen kalte Füße ist es, den Blutkreislauf in den Extremitäten in Gang zu halten beziehungsweise zu bringen. Dazu können auch Veränderungen der Lebensweise beitragen, wie zum Beispiel der Verzicht auf Tabak und Kaffee. Denn Koffein und Nikotin verengen die Blutgefäße. Gut für die Blutzirkulation in Beinen und Füßen sind auch ausreichendes Trinken – keinen Alkohol! – sowie selbstverständlich Bewegung und Sport. Und im Zweifel kann beim Einschlafen tatsächlich die gute alte Wärmflasche Wunder wirken.

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