Sommer ohne Sorgen
Reisetipps für einen entspannten Urlaub

Urlaub ist für viele Menschen unverzichtbar: Endlich mal abschalten, die Sonne genießen oder einfach nur die Seele baumeln lassen. Sonne und vor allem Hitze finden sich indes nicht nur im Urlaub, sondern auch beim Gang ins Freibad oder „auf“ Balkonien. Daher gilt es, einige Tipps zu beachten, um gesund durch die heiße Jahreszeit zu kommen – besonders bei einer Hitzewelle oder an besonders heißen Urlaubsdestinationen.

Bald beginnt die große Reisezeit und dann heißt es zumeist wieder: Ab in den Süden! Doch bevor das Abenteuer starten kann, muss der Koffer gepackt werden – da sollte man natürlich auch an Medikamente für die Reise und den Aufenthalt denken.

Gut gewappnet mit einer ReiseApotheke

Es ist sehr ärgerlich, wenn einem ausgerechnet in den Ferien eine Krankheit einen Strich durch die Rechnung macht. Eine gut durchdachte Reiseapotheke kann den wohlverdienten Urlaub aber retten. Doch was gehört in die Reiseapotheke und was muss bei der Zusammenstellung beachtet werden? Das hängt natürlich vom Reiseziel und der Reisedauer ab. Grundsätzlich gehören alle Medikamente, die man in seiner eigenen Hausapotheke lagert, auch in die Reiseapotheke. Ergänzt wird die Reiseapotheke durch Medikamente gegen die typischen Reisebeschwerden. Hier sollte man auf Medikamente zurückgreifen, die man persönlich verträgt und die sich bewährt haben. Die Reiseapotheke sollte zudem unbedingt vor dem Urlaub zusammengestellt werden. Auch wenn die Medikamente im Ausland teilweise billiger sind, so können die Qualitätsanforderungen im Ausland aber nicht mit den heimischen verglichen werden. Damit man im Urlaub auf alles vorbereitet ist, sollte neben den Allroundern wie Wunddesinfektion, Verbandsmaterial, Fieberthermometer und Schmerz- sowie Fiebermittel auch unbedingt an Medikamente gegen Verdauungsstörungen und typische Reisekrankheiten gedacht werden. Gerade Magen-Darm- Beschwerden wie Durchfall, aber auch Verstopfungen zählen zu den häufigsten Reisekrankheiten. Tritt eine Verstopfung auf, kann man im ersten Schritt auf einfache Maßnahmen wie erhöhte Flüssigkeitszufuhr, mehr Ballaststoffe und Bewegung zurückgreifen. Stellt sich trotzdem keine Besserung ein, muss man auf die Reiseapotheke zurückgreifen.

Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.

Adolph Freiherr von Knigge (1752-1796)

deutscher Schriftsteller und Aufklärer, besonders bekannt als Benimmratgeber

Tipps für den Aufenthalt: Vorsicht vor der Hitze!

Gerade die warme Jahreszeit lockt zur Bewegung im Freien – nicht nur im Urlaub. Doch wenn das Thermometer die Dreißig-Grad-Marke überschreitet, birgt dies durch die Hitze und die direkte Sonneneinstrahlung nicht zu unterschätzende Gefahren. Die Hitze in Kombination mit der körperlichen Belastung führt zu einem Anstieg von Herzfrequenz und Körpertemperatur. Zwar gibt der Körper zum Ausgleich Wärme über die Haut ab und kühlt sich selbst durch die Produktion von Schweiß, doch dieses körpereigene Regulationssystem wirkt nur bis zu einem gewissen Grad. Je höher Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit und körperliche Belastung, desto mehr schwitzen wir. Das führt bei zu großer Hitze zu einem Verlust von Körperwasser und so wiederum zu Leistungsabfall und Überhitzung des Körpers. Das kann einen gefährlichen Hitzeschlag nach sich ziehen.

Wenn man sich im Urlaub körperlich betätigt

Nicht jeder Reisende möchte am Strand liegen. Sporteinheiten oder starke körperliche Anstrengungen sollte man allerdings in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen und auch während der Anstrengungen auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Dabei gilt die Faustregel: Pro Stunde sollte man einen Liter Wasser zu sich nehmen wenn der Durst spürbar ist, ist es bereits zu spät. Bereits der Verlust von 1,5 Liter Körperflüssigkeit führt zu einem Leistungsabfall von 20 Prozent! Hauptproblem des Körpers ist der Verlust von Mineralstoffen durch den Schweiß, vor allem Kochsalz, Kalium und Magnesium. Elektrolytgetränke bieten Abhilfe. Sie sollten jedoch nicht zu viel Zucker enthalten. Auch die richtige Kleidung zählt: Funktionswäsche. Wichtig: Man sollte trotz, beziehungsweise gerade wegen der Hitze nicht „zu nackt” unterwegs sein. Denn neben Sonnenstich und Hitzeschlag sind Sonnenbrände eine Gefahr für Urlauber. Diese sind nicht nur unangenehm, sondern können langfristig zu einem höheren Hautkrebsrisiko führen. Deshalb gilt es, auf ärmellose Tops zu verzichten.

Erste Hilfe gegen Hitze nicht nur im Urlaub

Viel trinken: Bei extremer Hitze ist es wichtig, den Flüssigkeit- und Elektrolythaushalt auszugleichen, der durch das Schwitzen durcheinanderkommt. (Mineral-) Wasser und lauwarme, ungesüßte Tees löschen den Durst jetzt besonders gut. Tipp: Frische Minze in Wasser, Saft oder Tee gegeben, unterstützt den Körper beim Kühlungsprozess. Eiskalte Getränke sind zu meiden, da sie dem Körper Energie entziehen — der Verdauungstrakt muss wieder erwärmt werden.
Selbstgemachtes zaubern: Aus einem Teil Saft, zwei Teilen Wasser und etwas Salz (ein Gramm pro Liter) ist im Handumdrehen ein köstliches, hausgemachtes Elektrolytgetränk gezaubert.
Richtig kühlen: Wer es nicht ins Freibad schafft oder wenn es im Urlaub besonders heiß ist, kann sich Abhilfe mit einem kalten Fussbad schaffen. Es hilft auch regelmäßig kaltes Wasser über Handgelenke und Unterarme fließen zu lassen. Das kühlt nicht nur angenehm, sondern hält auch den Kreislauf in Schwung. 
Gut lüften: Altbekannt und bewährt ist unsere Frischluftstrategie. Da es tagsüber zu heiß ist, soll nur morgens und abends nach Sonnenuntergang stoßgelüftet werden – vor allem im Schlafzimmer! In den Sonnenstunden schützt man die Räumlichkeiten am besten mit Jalousien oder Vorhängen vor Licht und Hitze. Achtung: Nicht bei gekipptem oder offenem Fenster schlafen – so riskiert man eine Erkältung. Auch Ventilatoren oder Klimaanlagen sollten deshalb nachts ausbleiben.
Leicht speisen: Fettiges Essen mag der Körper bei Hitze gar nicht gerne, sie bringen ihn noch mehr zum Schwitzen. Gut geeignet und gesund sind jetzt frische Früchte mit hohem Wasseranteil, rohes Gemüse (Rohkost) und Salate. Sie sind nicht nur kalorienarm und vitaminreich, sondern helfen auch gegen den durch das Schwitzen hervorgerufenen Mineralstoffverlust. Wer keine Probleme mit dem Blutdruck hat, darf jetzt etwas stärker Nachsalzen.
Leicht zudecken: Baumwollkleidung statt Polyesterpyjama ist jetzt angesagt: Am besten deckt man sich bei Hitze mit einem Baumwollleintuch zu. Wer nackt oder ohne Decke schläft, riskiert eine Erkältung.
Lauwarm duschen: Wer kalt duscht, fängt nach dem Gang ins Badezimmer sofort wieder an zu schwitzen, weil der Körper automatisch in den Aufwärmmodus schaltet. Lauwarme Duschen hingegen kühlen ihn sanft ab – besonders vor dem Schlafengehen eine Wohltat.
Temperaturunterschiede klein halten: Differenzen von mehr als fünf Grad Celsius sind für den Körper eine zusätzliche Anstrengung, zum Beispiel beim Wechsel von Drinnen nach Draußen oder umgekehrt. Innenräume sollten deshalb nicht zu stark herabgekühlt werden – die Gefahr einer Erkältung ist sonst groß.