Pilzerkrankungen effektiv behandeln

So können Sie diese ansteckende Erkrankung schnell bewältigen
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Unangenehme, juckende Hautrötung gehört zu den ersten Symptomen der Infektion, einer Pilzerkrankung oder Mykose. Pilze als Mikroorganismen geben uns in allen Sphären unseres  Lebens und sind in den meisten Fällen nicht gefährlich. Wenn aber das Immunsystem schwächelt, können sie verschiedene Erkrankungen und Infektionen verursachen.

Es gibt viele verschiedene Pilzarten, die aus medizinischer Perspektive für den Menschen relevant sind. Meistens sind die Achselhöhlen, Leisten, Füße, Nägel und die Mundschleimhaut betroffen. Wenn man ein starkes Immunsystem hat und mögliche Infektionsherd vermeidet, kann man Pilzerkrankungen gut vorbeugen. Wenn Sie mit der Infektion bedauerlicherweise angesteckt sind, können Sie in einer Apotheke eine breite Reihe von Cremes, Sprays, Lotionen und Pudern gegen Pilzerkrankung finden.

Unangenehm aber nicht so gefährlich 

Die meisten Pilze, die in der Natur vorkommen, stellen für Menschen keine Gefahr dar. Einige Pilzarten, wie z.B. Hefepilze begleiten viele Menschen im Laufe des ganzen Lebens, indem sie Hautoberfläche, den Mund oder Darm besiedeln, aber keine Krankheiten dabei hervorrufen. Unser Immunsystem kann diese Mikroorganismen ohne weitere Hilfe selbständig bekämpfen und kontrollieren. In Europa sind am häufigsten folgende Infektionen verbreitet:

  • Fadenpilzen (Dermatophyten);
  • Hefepilzen (Candida) und
  • Schimmelpilzen (Aspergillus).

Pilze verbreiten und entwickeln sich prinzipiell überall dort, wo das natürliche Gleichgewicht verloren gegangen ist und daher sowohl in einem sauren als auch in einem basischen Milieu. Da die Füße optimales Klima dafür haben, sind sie am meisten betroffen. Die häufigsten Ursachen für die Pilzerkrankungen, die immer wieder zurückkehren sieht man im schwachen Immunsystem nach der Einnahme von Antibiotika, Verletzungen, Stress und Krankheit, als auch in der Psychosomatik.

In den meisten Fällen sind Pilzinfektionen leicht bekämpfbar. Ein Hausarzt oder zahlreiche rezeptfreie Apothekenmittel können sehr gut helfen. Nur bei immungeschwächten, sehr alten Personen oder Chemotherapiepatien­ten kann es zur gefährlichsten Form von Pilzerkrankungen – der sogenannten Fungämie oder systemischen Mykose kommen, wobei die Pilze über Blutbahn oder Lymphflüssigkeit im gesamten Körper verbreiten und schlimmstenfalls sogar zum Tod führen. Beachten Sie, dass mit dem Alter Infektionsrisiko steigt und schwerere Folgen hat.

Fußpilz – die häufigste Pilzerkrankung

Die Rangliste der Pilzerkrankungen führt eindeutig der Fußpilz an. 75 % der Bevölkerung (vor allem Sportler, Diabetiker und Personen mit Fußfehlstellungen wie Hammerzeh, Senk-, Spreiz- oder Plattfüßen) sind irgendwann in ihrem Leben davon betroffen. Er zählt zu den Fadenpilzen (Dermatophyten) und ist oft in Schwimmbädern, Saunen, öffentlichen Duschen und Turnhallen anzutreffen. Achtung: Desinfektionsanlagen oder Desinfektionsbecken in Schwimm­bädern schützen nicht vor Fußpilz, da die Einwirkzeit meist viel zu kurz ist.  Die ersten Zeichen der Erkrankung sind Juckreiz, Schuppung und Einrisse der Haut zwischen den Zehen uns später an den Nägeln.

Wie erkennt man eine Pilzerkrankung

Zu den typischen Symptomen sind der starke Juckreiz zwi­schen den Zehen, rötende und schuppende Haut. Mit der Entwicklung der Krankheit tritt der Rand der Haut­flächen dunkler hervor und es bilden sich kleine Pusteln oder Bläschen. Die angreifbaren Stellen sind sehr günstig für weitere Infektionen, die zu noch schlimmeren Fällen führen (unter anderem auch die Wundrose (Erysipel)). Auch sich selbst kann man weiter anstecken, indem man den Pilz mittels Handtuch oder Finger verschleppt. Dadurch wird die Infektion sich festsetzen und vermehren. Daher ist das Berühren und vor allem Kratzen der infizierten Stellen tunlichst zu ver­meiden! Die Diagnose kann nur von einem Arzt gestellt werden. Er bestimmt die Pilzart, die möglichen Ursachen und die Wege der Bekämpfung der Krankheit.

Besser vorbeugen als heilen

Wie kann man überhaupt mit einer Fuß­ oder Nagelpilzinfektion anstecken? Ist jeder in der Risikozone? Eigentlich jeder, bei dem die Haut geschädigt oder die Körperabwehr geschwächt ist. Die Pilzsporen überwinden die Haut­barriere und dringen mit ihren Zellfä­den – den Hyphen – in die Hornschicht ein und dort sich vermehren. Die Aktivierung des Immunsys­tems, als Folge des Wachstums der Pilze führt zu den häufigsten Symptomen der Pilzerkrankung: Juckreiz und Entzündung, die Haut verdickt sich und schuppt vermehrt. Durch diese Hautschuppen können die Pilzsporen, die tage- bis wochenlang in der Um­welt überleben, andere Personen anstecken. Dafür braucht die Hautschuppe besondere Voraussetzungen, ohne die keine Verbreitung der Infektion möglich ist: ein feuchtes Klima und wundgescheu­erte oder verletzte Füße, unbequeme Kleidung, wie z.B. Socken und Strümpfe aus synthetischen Materialien (sie stören die Hautatmung und saugen den Schweiß nicht auf).

Unsere Tipps, um Pilzinfektion zu vermeiden

Es wäre empfehlenswert:

  • nach dem Duschen oder Baden die Zehenzwischenräume gründlich abzutrocknen;
  • sich für gut passendes, nicht scheu­erndes oder zu engendes, aus natürlichen Materialien hergestelltes Schuhwerk zu entscheiden;
  • Im Schwimmbad oder in der Sauna Schlapfen oder Badeschuhe zu tragen;
  • Handtücher, Badematten, Socken und Bettwäsche regelmäßig zu wechseln;
  • die Kleidung und Bettwäsche bei Temperaturen über sechzig Grad zu waschen;
  • eine gesunde, ausgewogene Ernährung zu bevorzugen, auf Alkohol und Nikotin zu verzichten;
  • regel­mäßig Sport zu treiben;
  • Stress zu reduzieren.

Natürliche Mittel gegen Candida Infektion

Je länger die Pilzinfektion unbehandelt bleibt, desto schwieriger wird ihre Therapie. Ganz in der Anfangsphase der Erkrankung können äußerliche Mittel, wie Creme, Gel, Lösungen, Sprays oder Puder helfen. Weitere Stadien mit der Verbreitung der Infektion an die Fußballen, die Fersen und Nägeln braucht zusätzlich die Einnahme von Präparaten, die den Pilz von innen heraus bekämpfen (müssen von einem Arzt verschrieben werden). Der Behandlungsprozess kann sogar 2-4 Wochen dauern, weil der Fußpilz nicht so leicht zu bekämpfen lässt. In jedem Fall muss die Behandlung vollständig zu Ende geführt werden, damit der Pilz vollständig abgetötet wird und kei­ne Rückfälle zu befürchten sind.

Man verwendet am häufigsten folgende Wirkstoffe (die sogenannten Antimykotika): Terbinafin, Itraconazol, Clotrimazol, Miconazol und Bifonazol. Diese Präparate haben eine trocknende Wirkung und sind besonders für unter Fußschweiß leidende Patienten geeig­net. Den Personen, die zu spröder Haut neigen, stehen verschiedene Cremen zur Verfügung. Möchte man den Fußkontakt lieber vermeiden, ist ein Spray das Mittel der Wahl.

Die beste Behandlungsmöglich­keiten gegen Fußpilz ist die Vorbeugung gegen der Infektion.

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