Pelargonienwurzel- Extrakt als pflanzliche Antibiotika-Alternative

Wegen des unangemessenen Einsatzes von Antibiotika steigen weltweit die Resistenz-Raten. Gibt es auch pflanzliche Alternativen?

Vor bald zehn Jahren hat des renommierte deutsche Cochrane Institut die Heilpflanze Pelargonie (wissenschaftlich Umckaloabo sidoides) in einer Forschungsarbeit untersucht. Dabei stellten die Autoren fest, dass der standardisierte Pelargonienwurzel-Extrakt die Symptome einer akuten Bronchitis bei Erwachsenen und Kindern wirksam lindern kann.

Doppeltes Wirkprinzip

Die positiven Effekte bei Bronchitis und bei Schnupfen mit gleichzeitiger Entzündung der Nasennebenhöhlen (Rhinosinusitis) begründen sich einerseits in der antibakteriellen als auch in der antiviralen Wirkung. Das doppelte Wirkprinzip ist auch der Hauptgrund, warum in Studien die Erkrankungsdauer bei Bronchitis im Vergleich zur Antibiotikatherapie kürzer ausgefallen sind. Schließlich Helfen Antibiotika nicht gegen Viren.

Keine Wechselwirkungen bekannt

Extrakte der Pelargonie sind ausgesprochen sicher. Bis jetzt sind in der Anwendung keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt. Frühere Warnungen für Patienten mit Blutverdünnung haben sich genauso wenig bestätigt wie die Vermutung einer leberschädigenden Wirkung. Folgerichtig wurde auch die Patienteninformation längst angepasst. Leider finden sich im Internet nach wie vor veraltete Aussagen dazu.

Besonders für Kinder geeignet

Schon ab dem ersten Lebensjahr sind Tropfen und Sirupe in der Therapie erlaubt. Der Alkoholgehalt der Tropfen verunsichert gelegentlich besorgte Eltern. Wobei zehn Tropfen in etwa jene Menge Alkohol enthalten wie 12 Milliliter Apfelsaft.