Labsal im Winter: Das Vollbad

Von alters her ein bewährtes Hausmittel zur Steigerung des Wohlbefindens – insbesondere in der Winterzeit – ist ein warmes Wannenbad. Es vertreibt unangenehmes Frösteln, entspannt Körper ebenso wie Seele und kann Erkältungserkrankungen entgegenwirken.

Vorausgesetzt man badet richtig! Damit ist man dann auch schon bei einer der wichtigsten Voraussetzungen für ein gesundes Bad: der richtigen Temperatur des Badewassers. Sie darf nicht zu hoch sein. Denn sonst besteht die Gefahr von Kreislaufproblemen. Als ideale Temperatur für ein heißes Wannenbad empfehlen Experten 36 bis 38 Grad Celsius. Menschen mit erhöhtem Blutdruck sollten Temperaturen über 37 Grad unbedingt meiden. Wer zu lange und/oder zu heiß badet, belastet nicht nur seinen Kreislauf, sondern schadet auch seiner Haut, die dann zu sehr austrocknet.

Nicht zu lange!

Das zweite Kriterium für richtiges Baden ist die Dauer des Aufenthalts im Wasser. Sie sollte bei heißen Bädern rund 15 Minuten nicht überschreiten. Ein kaltes Bad – bei Wassertemperaturen zwischen 15 und 18 Grad Celsius – ist nur für eine Dauer von wenigen Minuten zu empfehlen.

Den Kreislauf auf Trab bringen

Gleich ob kalt oder heiß gebadet, es gibt auch Tipps, um die Zeit nach dem Verlassen des Wassers richtig zu nutzen. So raten Mediziner, nach einem warmen Vollbad mit einem kalten Wasserguss auf Fußsohle oder Schenkel den Blutdruck und den Kreislauf auf Trab zu bringen. Und um die Entspannung nach einem heißen Bad fortzusetzen, legt man sich am besten erst einmal für eine halbe Stunde hin. Nach einem kalten Bad hingegen ist Bewegung gefragt, um den Körper wieder aufzuwärmen.

Badezusätze und Duftstoffe

Um den Wohlfühleffekt eines Wannenbades noch zu steigern, bieten sich zudem zahlreiche Badezusätze und Duftstoffe an. Als probates Mittel gegen Erkältungssymptome bieten sich insbesondere Duftbäder mit ätherischen Ölen an – aber Achtung: Diese Öle können bei empfindlicher Haut zu unangenehmen Reizungen führen. Badezusätze mit rückfettenden Substanzen wiederum lassen die Haut beim Baden nicht so schnell austrocknen und pflegen sie zugleich. Als weitere angenehme Zutaten, um die wohltuende Wirkung eines Bades zu verstärken, haben sich Mischungen von Ölen und Kräutern beziehungsweise Pflanzen bewährt: wie etwa Lavendel, das beruhigend und entspannend wirkt, während Rosmarin oder Minze als Muntermacher gelten. Inhaliert man beim Baden Eukalyptus- oder Thymiandämpfe, hilft das gegen Atemwegs- beziehungsweise Erkältungserkrankungen. Dafür bietet sich ebenfalls Latschenkiefer an, die zudem Besserung bei Durchblutungsstörungen und Verspannungen verspricht. Kamille lindert gleichfalls Erkältungsbeschwerden, wirkt ferner entzündungshemmend und beruhigt bei Hautreizungen.

Vorsicht bei Beschwerden

Wer allerdings von gesundheitlichen Problemen geplagt ist, wie etwa Herz-Kreislauf-Beschwerden, hohem Blutdruck oder akutem Fieber, sollte sich mit seinem Arzt absprechen, ob warme Vollbäder ratsam sind. Und auch einen weiteren Aspekt darf man nicht übersehen: Zu häufiges Baden – auch Duschen – greift den Schutzmantel der Haut an und schadet somit mehr als es dem Wohlbefinden nützt. Deshalb sollte man nicht öfter als zweimal pro Woche in die Badewanne steigen und das auch nicht zu lange, raten Hautärzte.