HEILMITTEL AUS DER
TRADITONELLEN EUROPÄISCHEN MEDIZIN
FÜR FRAUEN
Eine Grundlage des Wissens der traditionellen europäischen Medizin ist seit jeher die Unterschei-
dung zwischen weiblichen und männlichen Prinzipien. Dazu gehört auch die Einsicht, dass der weibliche und der männliche Organismus nicht identisch sind.
Daher stehen in der traditionellen europäischen Medizin spezifische Heilmittel für Frauen und Männer zur Verfügung, während die moderne westliche Medizin erst beginnt, die unterschied-
lichen Reaktionen des weiblichen Körpers zu erforschen
Als Analogien zur Weiblichkeit und zum weiblichen Körper gelten in der Traditionellen Europäischen Medizin Himbeere und Rose. Nach neuesten Forschung enthalten die Sprossen dieser Pflanzen einen hohen Gehalt an pflanzlichen Hormonen, die den weiblichen Organismus unterstützen. Daher sollte im Zentrum jeder Therapie von Frauenbeschwerden, vor allem bei Menstruations-
beschwerden die abwechselnde Einnahme der Gemmomazerate von Himbeere und Rose stehen. Dazu werden die Mazerate wochenweise abwechselnd eingenommen, dreimal täglich 15 Tropfen, am besten direkt auf die Zunge.
Auch zur Geburtsvorbereitung kann das Mazerat aus den Himbeersprossen eingenommen werden, beginnend zwei Monate vor dem Geburtstermin.
Bei starker und schmerzhafter Perioden hilft die Urtinktur aus Frauenmantel, der seit Jahrtausenden als Wundkraut verwendet wird und das, wie der Name zeigt, hauptsächlich für Frauen. Durch die stark zusammenziehenden Eigenschaften dieser Pflanze werden starke Regelblutungen und Krämpfe vermindert.
Zum Stoppen sehr starker Blutungen kann Hirtentäschel eingenommen werden. Diese uralte Arzneipflanze wirkt blutstillend und ent-zündungshemmend.
Eine weitere Heilpflanze, die bei schmerzhafter, unregelmäßiger Periode einge-
nommen werden kann, ist die Schafgarbe. Sie wird seit Tausenden Jahren als blutstillende Pflanze verwendet, worauf schon die Herkunft ihres Namens aus dem Althochdeutschen hindeutet. "garwe" bedeutet "Heiler, Gesundmacher".
Diese aus der frischen Pflanze hergestellten Muttertinkturen werden jeweils in einer Dosis von dreimal täglich 15 Tropfen eingenommen, am besten in ein wenig Wasser.
Vor allem wegen ihrer hormonellen Eigenschaften wird heute eine Pflanze mit zierlichen, fliederfarbenen Blüten geschätzt - der Mönchspfeffer. Während die männlichen Geschlechtshormone gehemmt werden (daher auch der Name), werden die weiblichen Hormone reguliert und angeregt. Als Heilpflanze kann der Mönchspfeffer sehr vielseitig eingesetzt werden. So fördert er die Hormonre-
gulation bei unregelmäßigem Zyklus und lindert typische Wechseljahrbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Verstimmungszustände. Der gezielte, kurmäßige Einsatz ermöglicht auch die ursächliche Behandlung der Beschwerden beim prämenstruellen Syndrom.